HC Rödertal – HC Leipzig 22:27 (11:14)





Leipzig hat im Sachsen-Derby gegen Rödertal "den Bock umgestoßen"

Der HC Rödertal verlor das dritte Spiel hintereinander. Im Sachsenderby setzte es in eigener Halle eine 22:27 (11:14) - Niederlage gegen den HC Leipzig.

Die Gastgeberinnen hatten Anwurf und den besseren Beginn. Doch nach dem 1:3 Rückstand fand der HCL besser ins Spiel und ging in der 13. Minute sogar erstmals in diesem Spiel mit 7:6 in Führung. Und man konnte den Vorsprung nicht nur halten sondern sogar ausbauen. Während der HC Leipzig weiterhin kaltschnäuzig vor dem Bienen-Gehäuse agierte, fanden die Gastgeberinnen zu selten Lösungen und leisteten sich Ungenauigkeiten. So ging es schließlich mit einer 14:11 für den HCL in die Halbzeitpause.


Im zweiten Durchgang stellten die Bienen auf eine 5:1-Abwehr um, ließen sich nicht abschütteln und es entstand ein offener Schlagabtausch. Allerdings konnten sich die Gastgeberinnen nicht für die gute Abwehrarbeit belohnen. Und dank dieser Mithilfe überstanden die Leipzigerinnen diese kleine Schwächephase unbeschadet und bauten ihrerseits den Vorsprung wieder auf 20:16 aus. Die Gastgeberinnen fanden kaum ein Mittel und mussten zehn Minuten vor dem Ende gar einen 18:24-Rückstand verkraften. Doch wie schon so oft in dieser Spielzeit zeigte die Mannschaft von Cheftrainer Karsten Schneider ihren Kampfeswillen. Spätestens nachdem Frankova zu einem Sololauf ansetzte und auf 22:24 verkürzte, schien die Überraschung im Bienenstock zum Greifen nahe.

HCL-Trainer Fabian Kunze reagierte und nahm seine letzte Auszeit. Er hatte offensichtlich die richtige Einstellung gefunden. Seine Mannschaft nutzte nun den entstehenden Platz besser und erzielte in den letzten 80 Sekunden noch drei Treffer zum 27:22-Endstand. HCR-Trainer Karsten Schneider: "Wieder einmal war unsere Chancenverwertung zu schlecht. Wir erlaubten uns zu viele hektische Angriffe. Teilweise nahmen wir uns dann unvorbereitet Würfe oder spielten den finalen Pass zu ungenau. In der Deckung bekamen wir besonders auf der rechten Seite keinen Zugriff. Wenn dann beide Mannschaften auf Augenhöhe spielen, ist das einfach zu wenig." Sein Gegenüber, Fabian Kunze, resümierte: "Wir sind sehr froh, dass wir den Bock umgestoßen haben und diese Serie beenden konnten und uns weiterhin in einem Aufwärtstrend befinden. Die Mannschaft hat eine kämpferisch starke sowie verbesserte Leistung gezeigt. Mit den 22 Gegentoren können wir leben" und ergänzte dann: "Dass ab und zu ein Kreisläufer ein Tor macht, lässt sich nicht verhindern. Dass wir Saskia Nühse in den Griff bekommen, haben wir vorab besprochen. Dass uns der HC Rödertal mit "unorthodoxen" Deckungsvarianten vor Probleme stellt, mussten wir auch hinnehmen und haben uns teilweise geärgert, aber machen zuletzt trotzdem 27 Tore, was gut ist“.


Nächster Gegner ist am Sonntag der Aufstiegsaspirant TuS Lintfort, der am Wochenende den bisherigen Tabellenführer Füchse Berlin überraschend deutlich mit 27:17 bezwang und von der Tabellenspitze stürzte.

HC Leipzig: Anna Kröber, Annabell Krüger (TW); Pauline Uhlmann 3, Lara Seidel 2, Julia Weise 1, Emely Theilig 4, Hanna Ferber-Rahnhöfer, Sharleen Greschner, Lotta Röpcke, Lilli Röpcke 1, Christin Conrad, Laura Majer 5, Jacqueline Hummel 5, Stefanie Hummel 5, Nina Reissberg 1, Tabea Wipper.

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