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HC Leipzig mit Kantersieg




Die Handballerinnen des HC Leipzig wurden in der zweiten Bundesliga ihrer Favoritenrolle gerecht und gewannen zum Rückrundenauftakt gegen die HSG Freiburg deutlich mit 27:14 (Halbzeit 18:4).


Mit einem Blitzstart und dem 12:1 nach 17 Minuten sorgten unsere Mädels sehr zeitig für klare Verhältnisse. Es entwickelte sich eine sehr einseitige Partie, weil die sächsische Abwehrarbeit sehr beweglich, effektiv und zupackend war. Die Gäste aus dem Breisgau scheiterten immer wieder an dieser Deckung oder an der wieder sehr stark haltenden Nele Kurzke. Erst in der 20. Minuten erzielte Simone Falk das zweite Freiburger Tor zum 2:12, zwei weitere gelangen bis zum Seitenwechsel. Nur vier Tore in einer Halbzeit sind im Handball dieser Tage sehr ungewöhnlich. Das gab es zuletzt in den Sechzigerjahren als Waltraud Kretzschmar oder Bärbel Helbig aktiv waren und Hannelore Zober das Leipziger Tor hütete. Zwei der vier Europapokale wurden 1966 und 1974 gewonnen. Der überwiegende Teil der knapp 400 Zuschauer waren da allerdings noch nicht auf der Welt.


Aktuell gilt es für unsere Mädels in der zweiten Liga Boden gut zu machen, Punkte zu sammeln und sich Schritt für Schritt in der Tabelle zu verbessern. Was mit diesem ungefährdeten Heimerfolg gelang. Der HCL verbessert sich auf den 5. Platz und revanchierte sich für das Freiburg-Unentschieden am ersten Spieltag. 


HSG-Trainer Igor Bojic erkannte die Überlegenheit der Leipzigerinnen an und sprach von einem Blackout seiner Mannschaft zu Beginn des Spiels: „Unsere Abwehr war fehlerhaft, was Leipzig zu nutzen wußte. Nichts von dem was wir besprochen hatten wurde umgesetzt. Leipzig war einfach zu stark." HCL-Trainer Erik Töpfer: „Die Mädels haben mich überrascht. Wir haben mit großer Überzeugung viel richtig gemacht. Gegen die offensive Abwehr Freiburgs hat es allerdings in der zweiten Halbzeit nicht immer geklappt. Da müssen wir uns weiterentwickeln. Mit dem Spielstand im Rücken haben wir viel probiert und viel gewechselt."


Erfolgreichste Schützinnen waren Joanna Granicka (6 Tore) und Marlene Tucholke (5 Tore) für den HCL sowie Simone Falk (5 Tore) für Freiburg.

Leipzigs Kapitänin Pauline Uhlmann stand die Freude über den klaren Sieg ins Gesicht geschrieben: „Wir sind sehr gut in das Spiel gestartet, haben die Präsenz gezeigt, die wir im Hinspiel nicht hatten. Die erste Halbzeit war überragend. Unsere Deckung stand, Nele war ein starker Rückhalt im Tor und wir haben mit viel Tempo unsere Chancen verwandelt. Das hat in der zweiten Halbzeit etwas gefehlt. Da sind wir nicht mehr in die Schnelligkeit gekommen, die wir uns vorgenommen hatten und die Fehlerquote war zu hoch. Am Ende konnten wir den Vorsprung trotzdem halten, weil Freiburg unsere Fehler nicht ausgenutzt hat. Da hatten wir Glück. In den nächsten Tagen werden wir etwas Luft holen und dann geht es gegen Nürtingen. Da haben wir auch noch was gut zu machen."

Ingesamt ein gelungener Samstagabend für die junge HCL-Mannschaft, bei der das Fehlen von Lara Seidel kein Problem war. Das Talent hatte zeitgleich mit dem BSV Sachsen Zwickau in Bad Wildungen gespielt. Sportvorstand Max Berthold dazu: „Wir haben Lara Seidel kurzfristig ein Zweitspielrecht für den BSV erteilt, um dem sächsischen Nachbarn in der Bundesliga zu helfen. Zwickau spielt gegen den Abstieg und hat derzeit personelle Probleme. Diese Maßnahme zeigt das gute Verhältnis der Vereine untereinander. Wir unterstützen uns, wenn es darauf ankommt."


HC Leipzig

Elia Garcia Canabate, Nele Kurzke, Janine Fleischer; Pauline Uhlmann (3), Julia Weise (2), Patricia Nikolic (2), Jennifer Hofmann, Emely Theilig (4), Alina Gaubatz (2), Laura Klocke, Hanna Ferber-Rahnhöfer (1), Jenny Illge (2), Sharleen Greschner, Joanna Granicka (6/4), Marlene Tucholke (5)


HSG Freiburg

Debora D'Arca, Leonie Kuntz, Salomé Kuß; Hannah Person (2), Alina Bauer, Nele Emmenecker, Mira Faßbinder, Rebecca Dürr (1), Saskia Probst (1), Julia von Kampen (1), Marit Walz (2), Laura Stiehler (1), Nelli Hautz, Simone Falk (5/3), Maja Zeides, Jessica Peter (1) 


Siebenmeter 

HCL 4/5: HSG 3/5

Strafminuten 

HCL 10; HSG 2

Zuschauer 393

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