HC Leipzig – H2Ku Herrenberg 35:26 (20:11)



Strahlende Gesichter in der Sporthalle Brüderstraße. Nach dem erfolgreichen Auftakt in Bremen haben sich die Handallerinnen von Zweitligist HC Leipzig mit einer souveränen Leistung vor heimischer Kulisse belohnt und gegen die SG H2Ku Herrenberg 35:26 (Halbzeit 20:11) gewonnen.


Dabei begann die Partie vor 363 Zuschauern aus Leipziger Sicht ziemlich nervös. Was sich besonders in der durchwachsenen Effektivität widerspiegelte. Bis zum 1:4-Rückstand nach 5:30 Minuten standen zwei Pfostentreffer, eine überragende Parade der Gästetorhüterin Laura Waldenmaier sowie ein technischer Fehler zu Buche. Dass es nur ein Drei-Tore-

Rückstand war, war vor allem der Verdienst von Elia Garcia Canabate im Leipziger Tor. Mit ihren Paraden legte sie den Grundstein für die Wende. Emely Theilig gelang mit einem Schlagwurf aus dem Rückraum die erste Führung in der 10. Minute (6:5). Von da an ging es stetig bergauf. Über die Stationen 10:7 nach einer Viertelstunde und 16:8 nach 22 Minuten baute unsere Mannschaft die Führung bis zum Seitenwechsel auf 20:11 aus. Die begeisterten Zuschauer sahen dabei schnelle Ballstafetten, schöne Kombinationen und überragende Anspiele von Julia Weise an den Kreis. Mit einer zwischenzeitlichen 12-Tore-Führung spielt es sich natürlich leichter. Chef-Trainer Fabian Kunze wechselte munter durch. Alle Spielerinnen kamen zum Einsatz, und alle hatten ihren Anteil am Erfolg.


Neu im Aufgebot war eine alte Bekannte. Joanna Rode, ehemalige Bundesligaspielerin des HCL und von Bayer Leverkusen, gab nach langer Verletzungspause ihr Debüt.

Alle Feldspielerinnen trugen sich in die Torschützenliste ein. Die Erfolgreichsten waren Lilli Röpcke mit sieben Toren auf Leipziger Seite und Lea Neubrander mit 7/1 für die Gäste.

Über diese geschlossene Mannschaftsleistung freute sich Kapitänin Pauline Uhlmann besonders: „Ich bin super Stolz auf das Team. Wir haben eine tolle Leistung auf das Parkett gelegt. Alle Spielerinnen haben ihren Anteil daran. Nachdem wir den Anfang etwas verschlafen hatten, konnten wir uns steigern. Die erkämpfte Führung haben wir nicht mehr hergegeben. Man hat ganz viel Emotionen bei uns gesehen, jede hat sich für die anderen mitgefreut. Diese Teamstärke wird uns durch die Saison führen.“


Für HCL-Cheftrainer Fabian Kunze war es das erste Heimspiel in seiner neuen Doppelfunktion. Als Trainer und Geschäftsführer gab er zu Protokoll: „Vielen Dank an 363 Zuschauer und an unsere Sponsoren. Die Unterstützung war großartig. Als es in den ersten 10 Minuten nicht so lief, habt ihr uns gepusht. Das hat unglaublich geholfen.“ Unter großem Beifall bedankte sich Kunze bei Elia Garcia Canabate für ihre herausragende Leistung. „Elia verdient ein Sonderlob! Insgesamt war es ein verdienter Sieg, auch wenn nicht alles super war. Aber wir sind auf einem guten Weg.“


Das erkannte auch Gästetrainer Hans Christensen an: „Wir haben unendlich viele freie Chancen liegen lassen. Alle 50:50-Chancen gingen an Leipzig. Wir waren nicht gekommen, um neue Freunde zu finden, sondern um zu punkten. Das hat nicht geklappt. Jetzt bereiten wir uns auf Göppingen vor. Gegen Göppingen müssen wir nicht gewinnen, weshalb wir befreit aufspielen können. Das wird für uns ein Bonusspiel, auf das wir uns sehr freuen.“


HC Leipzig

Elia Garcia Canabate, Janine Fleischer; Pauline Uhlmann (1), Lara Seidel (6/3), Julia Weise (2), Joanna Rode (1), Jennifer Hofmann (1), Emely Theilig (3), Hanna Ferber-Rahnhöfer (1), Ivana Raickovic (2), Sharleen Greschner (1), Joanna Granicka (6/3), Lotta Röpcke (4), Lilli Röpcke (7).

Trainer Fabian Kunze


Herrenberg

Laura Waldenmaier, Marie Weiss; Stefanie Schoeneberg (1), Ronja Bühler (1), Svenja Graebling (1), Tyra Bessert, Ronja Slawitsch, Lea Neubrander (7/1), Marie-Christine Beddies (3), Maxime Luber (5), Tammy Kreibich (1), Lea Griesser (5), Nives Klobucar (2).

Trainer Hans Christensen



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